DM Academy Beauty - Lichtzelt #2

11/21/2013

Wie ich euch schon hier berichtet habe, gab es für alle zehn Bloggerinnen bei dem DM Workshop ein Fotozelt. Ich habe mich riesig darüber gefreut, weil ich schon länger über diese Anschaffung nachgedacht, aber mich noch nicht wirklich damit beschäftigt hatte.

Zu diesem Fotozelt gehört einmal das Zelt an sich, was sich aus einer Tasche zu einem aufrechten Fotozelt umbauen lässt, zwei Lampen, die über Strom angeschlossen werden müssen, ein kleines Stativ für die Kamera und vier Hintergründe (Schwarz, Weiß, Rot und Blau). Mangels Platz sieht es also jetzt bei mir sehr lustig aus. Nicht erschrecken :)

Die letzten Tage habe ich mich sehr damit auseinander gesetzt, wie ich die Lichter richtig setzen muss um das perfekte Ergebnis für mich zu bekommen. Bei mir kommt die Schwierigkeit hinzu, dass ich Abends (nach der Arbeit) absolut kein Tageslicht habe. Somit bin ich auf eine gute Ausleuchtung angewiesen. Ich habe die Tests mit meinem 50mm und 18-105mm Objektiv durchgeführt.

Ich liebe die Tiefenschärfe der Festbrennweite. Aber leider hat diese bei den zugehörigen Standardlichtern eine ziemlich starke rote Vignettierung an den Rändern. Hier bin ich leider zu keinem schlüssigem Ergebnis gekommen. Verwende ich aber zur Ausleuchtung zusätzlich meinen Aufsteckblitz, wird das Zelt ausreichend ausgeleuchtet und ich erhalte trotzdem noch leichte Schatten. Durch die Reflektierung des Blitzes habe ich auch keinen Übergang der Hohlkehle im Hintergrund, sondern einen flüssigen Hintergrund hinter den Produkten.

Vignettierung bei 50mm Objektiv
Fotografiere ich aber mit meinem Zoom-Objektiv fällt diese Vignettierung nicht so stark aus. Eine leichte Vignettierung geschieht aber trotzdem, da die Lampen nicht gleichmäßig scheinen, sondern eher auf einen Punkt fixiert sind und dann mit einem hartem, rötlichem Übergang auslaufen. Mir fiel es total schwer die Lampen richtig zu positionieren, denn ich habe mal ein Produkt und mal mehrere Produkte gleichzeitig zu fotografieren. Hierfür muss ich die Lampen immer wieder neu versetzen. Auch hier ist mein Aufsteckblitz, bei kleinster Leistung, eine riesige Hilfe zu einer gleichmäßigen Ausleuchtung, ohne weitere Arbeit die Lampen jedes Mal zu verrücken.

Ich fotografiere generell mit einer großen Blende (kleine Blendenzahl), weil ich den Effekt der Tiefenschärfe sehr gerne mag. Bei mehreren Produkte sollte man aber doch eine kleinere Blende (höhere Zahl) nehmen um alle Produkte scharf zu stellen.

Andere Alternative ist zusätzlich von außen zwei Studioblitze aufzustellen, die von dem Aufsteckblitz ausgelöst werden. Hierbei verzichte ich komplett auf die dazugehörigen Lampen. Allerdings entsteht hier kein harter Schatten, wie mit den Lampen, sondern eher ein leichter weicher Schatten. Mir aber dennoch ausreichend.

Ich bearbeite alle meine Raw-Daten mit Photoshop ein wenig nach. Ich schneide sie zurecht und korrigiere Kleinigkeiten, wie den Kontrast, Helligkeit oder Flecken. Für den Test sind aber alle Bilder unbearbeitet.

Eine Lampe rechts vor dem Produkt und eine Lampe von außen links positioniert 
Bei diesem Aufbau hat das Produkt einen leichten Schatten, der zur linken Seite ausläuft. Durch die Lampen wird das Ergebnis etwas rotstichig und die Farbe des Produktes weicht sehr vom Originalprodukt ab.

Beide Lampen über dem Produkt positioniert
Das Ergebnis bei diesem Aufbau ist wie bei dem vorherigen nicht farbtreu und hat einen leichten Rot-/Gelbstich. Der Schatten verläuft hier zu beiden Seiten aus.

Studioblitz Aufbau / Studioblitz von innen
Hier verwende ich zwei Studioblitze, die seitlich in mein Fotozelt blitzen. Hier gefällt mir das Ergebnis am besten, da es sehr neutral wirkt und vor allem farbecht ist.

Ergebnis: Zoom-Objektiv bei Studioblitz
Ergebnis: 50mm Festbrennweite bei Studioblitz

Für mich ist kein Ergebnis mit den dazugehörigen Leuchten akzeptabel. Abgesehen von einem leichten Rotstich ist kein Ergebnis wirklich farbecht. Und gerade das sollte bei der Produktfotografie mit ein Hauptaugenmerk sein: die Farbe. Blöd gesagt, aber wenn ich den Nagellack jetzt an meinen Bildschirm halte, kann ich kaum einen Unterschied erkennen. Das Ergebnis variiert aber auch stark von Monitor zu Monitor.

Habt ihr schon an meinem Gewinnspiel teilgenommen? :)

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4 Kommentare

  1. Das ist ja mal ein richtig tolles und sinnvolles Goodie. Finde ich spitze, dass sich da jemand nen Kopf gemacht hat.
    LG

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  2. So ein Zelt und solche Studioblitze will ich mir auch noch anschaffen. Gerade im Winter ist es ja eher schwierig mit dem Tageslicht. Danke für deinen Bericht, der ist wirklich hilfreich :)
    Liebe Grüße, Christin

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  3. awww, vielen lieben Dank für diesen Bericht!! Toll, dass du es gemacht hast, ich konnte viel mit anfangen: nämlich erstmal nicht holen :D

    Und außerdem noch einen lieben Dank für deinen netten Kommentar bei mir auf dem Blog :)

    Du hast hier einen sehr schönen Aufbau, ich denke mal, dass ich öfters vorbeischauen werde!

    LG
    Kristina

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  4. Mir geht es im Moment ähnlich wie dir. Ich verlasse im Dunkeln das Haus und am Abend nach der Arbeit ist schon wieder nichts mehr vom Tageslicht übrig. Daher bin ich zur Zeit auch am Verzweifeln. Das Zelt ist wirklich super und erzeugt bei Tageslicht gute Bilder, weil es das Licht gleichmäßig verteilt und es auch irgendwie weicher macht. Leider habe ich die selben Ergebnisse mit den Lampen gemacht. Die Farben sind verfälscht und der Weißabgleich versagt vollkommen :( Verrätst du mir wo du deine Blitze gekauft hast???

    Ganz viele Grüße Lisa

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